In den Jahren 1996 bis 1997 entstand die Siedlung „Donewald“ durch die Baugesellschaften GRUBO und GAG. Vorausgegangen war eine durch die Stadt Köln beauftrage Analyse zur Ermittlung des Wohnungsbedarf für die nächsten Jahrzehnte, dessen Ergebnis dann das Fehlen von ca. 25000 Wohnungen bis zum Jahre 2010 war. Für die Planung der Siedlung hat es keinen städtebaulichen Wettbewerb gegeben, insofern ist nach einem Standardmuster gebaut worden.
Zum Besitzt der GAG zählen 650 Wohnungen plus 10 Eigenheime, 20 Eigenheime sind in privater Trägerschaft. Nimmt man den Wohnbereich des Herz-Jesu-Stift mit Pflegebereich und Seniorenwohnungen hinzu, befinden sich im Siedlungsbereich 750 Wohneinheiten.
Die Wohnungen sind in der Regel Drei- und Vier-Zimmer Wohnungen und unterliegen der ersten und zweiten Förderstufe. Hieraus ergibt sich die Belegungspraxis und soziale Struktur, bei der in erster Linie Familien, bzw. Alleinerziehende mit Kindern berücksichtigt werden. Die Bewohnerzahl der Siedlung liegt bei rund 2300 Menschen. Die letzte Zählung ergab folgende Zahlen: 2241 Menschen, 447 Familien, davon haben 20 % drei und mehr Kinder. Der Gesamtanteil der Kinder und Jugendlichen liegt bei ca. 1000.
Durch die Abgelegenheit der Siedlung und dem Fehlen von Infrastruktur sind etliche Probleme vorprogrammiert. Auch zehn Jahre nach Fertigstellung der Siedlung fehlen jegliche Einkaufmöglichkeiten zur Deckung des täglichen Bedarfs. Es finden sich kein Metzger, kein Supermarkt und kein Fußballplatz, keine Turnhalle und auch keine Gaststätte. Angebote aus dem Dienstleistungssektor oder Handwerkbereich sind ebenfalls nicht existent. Dem Engagement der Familie Heinrichs aus Dünnwald ist es zu verdanken, dass die Versorgung mit Backwaren, die in einem Verkaufspavillon zu erhalten sind, gewährleitstet ist.
Ein Überseecontainer, der äußerlich wie ein Notbehelf auf schlammigen Grund wirkt, fungiert als Kiosk mit den üblichen Konsumgütern.
Zusätzlich verschärfend wirken in der Siedlung ungelöste Integrationsprobleme. 19.4 % der Einwohner sind Aussiedler und 27% der Kinder unter 6 Jahren sind Ausländer. Der gesamte Kinder- und Jugendfaktor (rund 1000 Kinder unter 20 Jahren)ist bei der Planung der Siedlung nicht berücksichtigt worden, obwohl man es hätte wissen müssen. Es gibt zwei Kindertagesstätten, ein städtischer Kindergarten mit 90 Plätzen und ein SKM Kindergarten mit 60 Plätzen. Damit ist zumindest die Kindergrundversorgung gewährleistet, was nicht heißen soll, dass die Betreuung für den Freizeitbereich, bzw. Betreuung für die Jugendlichen gewährleitstet ist.
Die ersten Bestrebungen, dem Jugendhilfebedarf mit Taten zu begegnen, kamen von einer engagierten Mutter, Marion Kehlenbach. Dank Ihrer Initiative konnte die „Christliche Sozialhilfe (CSH) als Betreiber für eine provisorische Anlaufstelle für Jugendliche gewonnen werden. Bestehend aus einem Übersee-Containern entstand 1998 in kürzester Zeit die erste Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche aus dem Siedlungsbereich.
Der Jugendhilfebedarf war allerdings durch diesen Container bei weitem nicht gedeckt, so dass sich Marion Kehlenbach mit Ihrer Idee eines Jugendzentrums auf Sponsorensuche begab und schließlich bei Henry Maske und seinem „Henry Maske Fonds-Projektes“ erfolgreich war. Durch die Aufnahme des Henry Maske Fonds-Projektes in den RTL-Spendenmarathon und die Zusage des Kölner Jugenddezernenten Dr. Franz-Josef Schulte, den Bau und den Betrieb unter der Trägerschaft der Christlichen Sozialhilfe zu gewährleisten, konnte die notwendige Investitionssumme von insgesamt 1,4 Millionen Euro aufgebracht werden. Im Jahr 2001 konnte mit der Realisierung des Bauvorhabens zu begonnen werden. Seit der Fertigstellung im Oktober 2002 steht den Kindern und Jugendlichen ein modernes Zentrum zur Verfügung – Henrys H.O.P.E. Die angebotenen Schwerpunkte Sport und Medien sind verbunden mit der Hoffnung, dass Frustration und Gewaltbereitschaft abgebaut werden. Mit der Errichtung des Jugendzentrums und dem täglichen Angebot für die Kinder und Jugendlichen ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Integration, Anerkennung und Förderung getan. Denn nichts ist Schlimmer als das Gefühl nicht anerkannt zu sein und abgelehnt zu werden. Dem entgegen zu wirkten, dafür steht Henry´s H.O.P.E.
Zum Siedlungsbereich gehört auch das im Jahr 2003 eröffnete Herz-Jesu-Stift, das bis zu diesem Zeitpunkt in Köln-Flittard angesiedelt war. Die dortige Einrichtung musste jedoch aufgegeben werden, weil das 102 Jahre alte Gebäude nicht wirtschaftlich saniert werden konnte. In 76 Einzelzimmer und 3 Doppelzimmer werden Senioren betreut und versorgt. Neben diesem Pflege- und Betreuungsbereich unterhält das Stift noch 13 Service-Wohungen für Senioren. Eine besondere Eigenart des Seniorenheimes ist die jährliche Karnevalssitzung.
Betreiben wird das Herz-Jesu-Stift von den Vinzentinerinnen, auch "Töchter der christlichen Liebe". Im jetzigen Stift sind vier Vinzentinerinnen übrig geblieben, nachdem vorher in dem Haus in Köln-Flittard noch über 20 Schwestern gelebt haben. Bis 1969 betrieben die Vinzentinerinnen auch das Gebäude auf der Berliner Straße, das mittlerweile in Privatbesitz übergegangen ist.